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Meine Festplatte hat in den letzten Jahren schon einige Titel gesehen, aber so etwas wie American McGee’s Grimm war sicherlich noch nicht dabei. Das Spiel ist etwas seltsam. Zumindest auf den ersten Blick.

Grimm ist mir schon mit der Ankündigung vor ein paar Monaten sauer aufgestossen. Warum? American McGee steckt dahinter. Kann sich noch jemand an Bad Day L.A. erinnern? Furchtbares Spiel. Die Idee war gut, aber die Umsetzung und letztendlich das Gameplay schrecklich.
Längere Zeit habe ich überhaupt nichts mehr von Grimm gehört, bis mich plötzlich diese News wieder auf das Spiel aufmerksam gemacht hat:

GameTap is taking a most unusual approach with its first weekly episodic game series. Each episode of American McGee’s Grimm – individual “fractured fairytales” from the designer of American McGee’s Alice – will debut as a free download and remain free for a 24-hour period.

Man darf also alle Grimm Episoden innerhalb eines bestimmten Zeitfensters kostenlos herunterladen und spielen. Diese nette Geste lasse ich mir natürlich nicht entgehen, egal ob da ein American McGee drin steckt oder nicht.

A Boy Learns What Fear Is
Die erste Episode handelt von einem Jungen der von seinem Vater wissen möchte, was Angst eigentlich bedeutet (in Bezug auf das Original: Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen). Und wie das in einem Märchen so ist, schickt ihn der Vater in die große weite Welt hinaus, da er seinem Sohn das nicht erklären kann. Auf seinem Weg kann niemand dem Jungen helfen, bis Grimm ins Spiel kommt. Er erzählt die Geschichte natürlich etwas anders. Böse um genau zu sein.

Das Spiel bzw. die Episode ist relativ simpel aufgebaut: Man steuert Grimm durch die schöne Märchenwelt und verwüstet alles was einem in den Weg kommt. Eine saftige Wiese hört auf zu wachsen, Blumen verwelken und lachende Kinder werden zu mordlustigen Teufelchen. Dabei gilt es immer einen Balken (Dark-O-Meter) am oberen Bildschirmrand, der die verschiedenen Ekelfaktoren angibt, nach vorne zu treiben. Erst wenn man einen bestimmten Ekelgrad erreicht hat, darf man mit Hilfe eines Buttstomps die nächste Ebene betreten. Wirklich fordernd spielt sich das Ganze nicht. Man läuft mit Grimm einfach das Level ab, springt ab und zu an der richtigen Stelle und versucht sich grundsätzlich zu beeilen, da eine Handvoll Figuren die Märchenwelt wieder “reinigen”. Das Spiel bleibt, wie schon erwähnt, auf einer simplen Ebene.

Doch das Gameplay ist nicht das ausschlaggebene Merkmal von Grimm. Das was fetzt ist die Handschrift von McGee. Ein abgedrehter Grafikstil gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor. Die Kombination machts und an jeder Ecke gibt es etwas zu schmunzeln. Da muss selbst ich, als McGee Gegner, meinen Hut ziehen. Alles vergessen mein Freund!

Ich könnte jetzt hier noch erzählen, dass es sich eventuell so ähnlich wie Katamari spielt, aber da fehlt mir die spielerische Erfahrung. Deshalb lautet meine Empfehlung: Den Grimm runterladen und selbst Hand anlegen.

LET’S MOOVE!

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(die 1. Episode läuft bei gametap unter Free Games; ab 14.08. gibt es die Episode 3 – The Fisherman and His Wife für 24 Stunden kostenlos)

Bildquelle: gametap.com