It’s all about the Benjamins.
category: games
tags: ,

Wer bin ich?

Ich habe gerade mal wieder einer meiner durchgedrehten Ideen. Ich stelle mir gerade vor wie cool das doch wäre eine Art Spiele-Quiz auf die Beine zu stellen. Ganz viele Fragen zum Thema Spiele. Fragen über die Spiele selbst, Charaktere, Hardware, Musik usw. Ein echtes Quiz für die Game Geeks da draußen. Um dem Ganzen noch einen draufzusetzen, könnte man die Besucher die Fragen hinzufügen lassen. Passend im Wer wird Millionär Schema, mit 1 richtigen und 3 falschen Antworten. Das Quiz würde, jetzt einfach so daher gedacht, einmal in der Woche stattfinden. Alle die sich vorher dafür angemeldet haben dürfen daran teilnehmen. Der Gewinner ist der, der die meisten richtigen Antworten in der kürzesten Zeit geben konnte. Die Fragen die durch die User eingestellt werden müssen eine Quellangabe o.ä. vorweisen. Freigegeben werden diese durch die “Redaktion”. Auch hier wären Statistiken denkbar, welche sich in einem User-Ranking wiederspiegeln, wer welche Fragen eingestellt hat und wie oft diese schon korrekt beantwortet wurden oder auch nicht.
Vielleicht könnte dieses Quiz sogar mit Gewinnen aufwarten, in dem man Sponsoren auftreiben kann die wiederum Spiele u.ä. stiften. Der Gewinner könnte diese dann erhalten. Man muss dann nur aufpassen das jemand nicht so viele Fragen und Antworten einstellt, so dass die Hälfte des Quiz nur aus seinen besteht. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir diese Idee. Bis jetzt ist es nur ein ein Gedanke, aber wäre das nicht cool?

GüVT2

Unter dem Motto: “Das Maul aufreißen kann jeder“, hab ich mir dann doch mal ein paar Gedanken über mögliche Konzepte aller Art gemacht. Von Webseiten, Techniken und deren möglichen Inhalten. Einige Ideen wird es sicherlich schon geben, aber sind mir unbekannt. Außerdem werde ich auch ein paar bestehende bzw. umgesetzte Konzepte aufführen.

Minimalismus
Gibt es eine Seite da draussen die glänzt aufgrund ihres minimalismus? ich stelle mir da gerade ein Blog vor, welches ohne großen Kommentar und Text einfach die neuesten Screenshots und Videos veröffentlicht. Entweder als Verlinkung zur Quelle oder als eingebettetes Video bzw. Bilder/Screenshot Gallery. Zu entscheiden wäre noch, ob die Prio auf der Aktualität liegt oder man eher etwas verfolgt wie eine Tageszusammenfassung. Wenn ich zurück denke an die GeeKWeek, welchen treuen Lesern von gamequickie sicherlich noch ein Begriff ist (*hust*), konnte das auch einige begeistern. Diese wöchentliche Zusammenfassung war immer mit etwas Arbeit verbunden, auch gerade deshalb, da ich nicht einfach so die Links in einen Artikel geklatscht habe. Ich denke die richtige Balance ist hier zu finden. Außerdem könnte man auch darüber nachdenken, ob man das Ganze mit Themen aus der Filmbranche mischt. Ich gehe davon aus, dass mind. 2/3 aller Zocker auch Filmbegeisterte sind.  Die Zielgruppe wäre also passend. Eine Blogroll, Kommentarfunktion oder sonstige Blog-Features gibt es nicht. Minimalismus eben.

Gamesbranche
Vor ein paar Tagen  hätte ich noch geschrieben, dass so eine Seite (zumindest im deutschsprachigen Raum) noch erfunden werden muss. Aber, die gibts mittlerweile und heißt: GamesDienst – Nachrichten für die Games-Branche. Idee find ich gut, aber da ich erst seit 3 Tagen mitlese kann ich noch keine Beurteilung abgeben.

Macher
Passt natürlich auch zur Kategorie Gamesbranche, aber vorstellbar wäre auch eine Seite die sich ausschließlich um Interviews mit den Machern der Gamesbranche befasst. Ich denke das ist ein Thema das Interesse weckt. Vor allem wenn die richtigen Fragen gestellt werden und das Interview dementsprechend gut gewürzt präsentiert wird. Weiterhin könnte man auf der Seite ein Who is Who der Gamesbranche erstellen. Mit Hintergrundinfos, aktuellen Projekten und für welches Unternehmen die Person gerade tätig ist.

Podcasts
Das ist so ein Thema für sich. Ich selbst bin nicht so der Podcast Fan. Ab und zu hör ich mal einen, aber das zählt nicht zum täglichen Brot. Daher kenn ich so gut wie keine Videospiele Podcast Seiten. Im Endeffekt kann ein gut gemachter Podcast so den ein oder anderen Artikel links liegen lassen. Dabei muss der Podcast aber schon die Amateur Hürde in meinen Augen übersprungen haben und ganz klar durchgezogen werden. Wenn da längere Pausen zu hören sind oder der/die Podcast Macher sich verquatschen wird es langweilig. Unter dem Strich glaube ich nicht, dass Podcasts DAS Ding im Bereich der Videospiele ist. Eher angebracht würde ich diese im vorherigen Punkt bez. Interviews halten.

Videos
Es gibt Gametrailers. Jedem bekannt und ich gehe davon aus, dass die Seite sehr gut besucht ist. Mal unabhängig von den “echten” Gametrailern, also Ingame Szenen oder eben Trailern zu den Spielen, gibt es aber noch ganz andere Dinge die man mit Hilfe von Videos umsetzen kann. Da hätten wir z.B. Rawiioli. Die Jungs leisten eine solide Arbeit und es macht Spaß den beiden beim Zocken zuzuschauen. Wie aber schon im Vorgängerpost von mir angesprochen, sind die Videos von den Beiden nicht mehr so mein Ding, aber das ist nun mal Geschmackssache. Fakt ist, gut das die Beiden Rawiioli auf die Beine gestellt haben. Das war zu Ihren Anfangszeiten etwas erfrischend neues und definitiv mal ein Schritt in eine richtige Richtung, abseits des Mainstreams.
Eine feine Sache sind die CO-OP Videos von Area5. Freunde bzw. Kollegen unterhalten sich über die aktuellen Titel, lassen sich dabei Filmen und zeigen immer wieder Videoschnipsel zur bestehenden Diskussion. Geht schon in Richtung professionalität und macht spaß beim Zuschauen. Die konnten mich binnen kurzer Zeit als Stammleser/-gucker gewinnen.
Im Videobereich gibt es sicherlich noch mehr Möglichkeiten die noch unausgeschöpft sind, aber das Problem das ich hierbei sehe, ist ein gewisser Anspruch. Einfach mal die Videocam aufklappen und loslegen ist einfach zu amateurhaft. Das gelingt vielleicht bei diversen Porno Vertretern, aber um einen gewissen Anspruch zu gewährleisten, sollte schon darauf Wert gelegt werden ein ordentliches Video zu produzieren und das kann für einen ungeübten sich schwieriger gestalten als vorher vorstellbar.

Comedy
Eigentlich könnte sich das zu meiner Lieblingsidee entwickeln: Publisher, Entwickler oder doofe Messebesucher verarschen. Das Ganze aufgenommen auf Video oder von mir aus rein audiotechnisch festgehalten. Sowas ist mir bisher noch nicht untergekommen. Das einzig lustige was mir spontan einfällt sind die Jungs von Mega64. Aber das kann doch nicht alles gewesen sein? Vielleicht gibt es draußen Leute die man einfach nur mal aus der Reserve locken müsste, die sich dann mal trauen mit ein paar witzigen Texten z.B. bei Microsoft anzurufen und den Master Chief verlangen or whatever. Mit ein paar guten Ideen könnte dadurch eine Videogames Comedy Seite entstehen die sicherlich von Erfolg geprägt sein wird, denn wer lacht nicht gerne?

ÜBER Portal
Es gibt diverse Portale die einem das Leben versüssen, sofern man auf deren Süssigkeiten steht. Im Videospielebereich muss man aber darauf verzichten oder zumindest in einem geschlossen Bereich bleiben. Die Hersteller kochen ihr eigenes Süppchen und jeder bastelt an seinem eigenen Portal. Ach wäre das schön, wenn die Playstation und Xbox User ein gemeinsames Portal bedienen würden. Eine Demo erscheint für beide System zur gleichen Zeit, ein gemeinsamer Chat (Text + Voice) ist möglich und sogar ein gemeinsames Zocken. Zugegeben, klingt ein wenig utopisch. Für einen Dritten möglicherweise auch umsetzbar, aber weder Microsoft noch Sony würden das zulassen das sich die beiden Welten vereinen.
Was ich aber für viel interessanter finde, ist ein Dienst der zumindest alles andere erfasst. Nehmen wir mal als Referenz last.fm. Unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem oder Media Player, können die User ihre aktuell abgespielte Musik an das Portal übertragen. Die Information, nicht die Datei selbst versteht sich. Jetzt mal angenommen so einen Dienst gäbe es Plattform unabhängig für Videospiele, direkt auf der Konsole und PC. Der User überträgt die Daten an diesen Dienst und jeder kann sehen was der User gerade für ein Spiel spielt und in welchem Level er steckt. Klar, so etwas gibt es schon z.B. bei XBox Live, aber eben nur für diese geschlossene Community. Dabei interessiert mich als Spieler im ersten Moment nicht, auf welcher Hardware das Spiel gespielt wird. Der eine Kumpel hat das Spiel für die PS3, ein anderer für die 360 und ich für die Wii. Interessant ist das Spiel und nicht die Plattform. Im Vergleich zu last.fm ist mir ja auch egal, mit welchem Media Player jemand die Musik hört. Der Kern ist das was er hört.
Erweiterbar wäre diese Konzept noch mit Dingen die Twitter ähnlich sind oder ein myspace für Spiele. Ideen gäbe es da noch genug. Die große Gefahr hierbei ist aber, ob die Hersteller davon zu überzeugen sind. Man müsste auf dem PC damit anfangen und das Ganze salonfähig machen. Der nächste Schritt wäre dann der schwierige und ohne Beziehungen wird sich wohl keiner der Konsolenhersteller für die Lösung bzw. den Dienst interessieren. Aber, und da bin ich fest der Meinung, könnte das Konzept aufgehen und doch ein paar Spieler überzeugen plattformunabhängiges social networking betreiben ;) .

Streaming Technology
Vor Jahren und eigentlich irgendwie auch noch heute leicht unvorstellbar: “Echte” Spiele im Browser, welche nicht lokal installiert sind, sondern irgendwo in irgendeinen Rechenzentrum und auf den heimischen PC gestreamed werden. Faszinierende Sache, die aber sofort Fragen aufwerft: “Ja ne, is klar, in einem kleinen Fenster mit ner 320x400er Auflösung”, “Ist doch dann eh nur Pixelmatsch”, “Ruckelt bestimmt wie’d Sau” oder “Sind das die light Versionen in 2D?”. Dave Perry mit seinem Gaikai Projekt zeigt, dass da doch tatsächlich viel mehr geht. Spiele wie Crysis, Spore oder auch ein WoW, startet man direkt aus dem Browser heraus. Egal ob Linux, MacOS oder Windows, es läuft Plattform unabhängig. Das Spiel wird als eine Art Video zum Client gestreamed und läuft tatsächlich auf einem Server, der wiederum die Power für das Spiel hat. Lokal muss man keinen hochgezüchteteten Stromfresser stehen haben, denn es reicht Durchschnitts-Hardware zu besitzen.
Rein diese Streaming Technik betrachtet, unabhängig wie dann letztendlich das Bezahlmodell aussehen wird, halte ich diese für einen Meilenstein. Sofern mir eine Internetverbindung zur Verfügung steht, die nicht im unteren Segment liegt, kann ich überall und völlig unabhängig auf meine Spiele zugreifen und diese zocken. Ich finde das fantastisch. Keine Installationen, keine Sorgen um irgendwelche Fehlermeldungen während der Spiels und somit keine Installation von Patches. Weiterhin einen viel geringeren Stromverbrauch. Nachteile hat das Ganze natürlich auch, wie z.B. die Vorraussetzung einer “guten” Breitbandverbindung oder dem möglichen Wegfall eigener Konfigurationen und Veränderungen am Spiel. Grundsätzlich sehe ich persönlich aber mehr positive Punkte an dieser Streaming Technologie und ich bin der festen Überzeugung das Dave Perry damit ein ganz großer Wurf gelingt.

Das waren jetzt mal ein paar Ideen zu Konzepten und Möglichkeiten. Mich würde jetzt interessieren, was ihr davon haltet und welche Ideen euch so im Kopf rumschwirren…

Bildquelle: flickr.com/photos/29487767@N02/
categories: games, movies
tags: ,

Dead End

Die Luft ist raus. Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Das Interesse an Videospielen ist kurz vor Null angekommen. Warum eigentlich? Eine Analyse…

Grundsätzlich ist es so, dass ich immer noch gerne spiele. Ich verdamme nicht etwa die Videospiele, aber ich spiele gezielter und weniger. Was mich früher interessiert hat, lässt mich heute kalt. Aktuelles Beispiel ist Prototype. Die Previews und all die schönen Screenshots bzw. Trailer waren net anzuschauen, weckten eine erste Vorfreude in mir und jetzt ist das Spiel im Handel. Und? Es geht mir am Arsch vorbei. Unter dem Strich ist das Spiel doch auch nur wieder ein Mix aus verschiedenen Genres. Sprich, alles schon 1.000 Mal gesehen. Es langweiligt mich. Ähnlich geht es mir bei Filmen. Hier sei auch ein aktuelles Beispiel genannt: Terminator 4. Was kann der Film eigentlich? Wird in T4 überhaupt Spannung aufgebaut? Erzählt er eine tolle Geschichte? T4 kann gar nichts und bedient sich jediglich aus den Vorgängerteilen und der Matrix Trilogy. Ach ja, der Schluss ist auch scheiße. T5, der garantiert in 1-2 Jahren folgen wird, können die ohne mich abspulen.

Was bei Filmen schon lange klar ist setzt sich so langsam auch bei Spielen durch. Warum zum 10. Mal den gleichen Rotz spielen? Wo bleiben Spiele die was auf dem Kasten haben? Eine geile Story, badmotherfucking Action oder Rollenspiele die mich in eine Welt hineinziehen die mir auch im Reallife noch durch den Kopf geht. Sicherlich lässt sich so einiges mit “Geschmackssache” definieren, aber es kann mir doch keiner erzählen, dass ein Gamer aus den 80igern nicht irgendwie, irgendwo, irgendwann gelangweilt ist. Alles wiederholt sich nur in schöner. Und ich rede nicht von irgendwelchen Bedienungskonzepten alá Wii. Nein ich rede rein von den Spielen.

Manchmal gönne ich es den Publishern, wenn sie ihre Ware nicht an den Mann bekommen. Tomb Raider: Underworld hat sich nicht so gut verkauft. Gut so! Das ist doch der gleiche Scheiss, wie uns schon 1996 unter die Nase gerieben wurde. Den Entwicklern gehen entweder die Ideen aus oder sie haben keinen Bock auf eine anständige Story. Ich kann mich nur wiederholen: Eine geile Story ist mehr als die halbe Miete. Lieber versinke ich im Story Sumpf, als im jenen der schon vom Kopf ab stinkt und behauptet das beste Feature des Spiels seien die tollen Achievements. OH BOY!
Wenn ich so zurück denke an Resident Evil 4, dass ich vor ein paar Wochen vor dem Kauf des 5. Teils mit vergnügen durchgespielt hatte, und dann Teil 5 mit Vollgas mit einem Kumpel durchgezockt habe, könnt ich nachträglich Capcom verprügeln. Wer kann mir erklären, wo genau dieser 5. Teil den Namen Resident Evil verdient hat? Wieviel ist von Teil 1 übrig geblieben? Wenn ich mir ein Resident Evil zulege, dann will ich Survival Horror zocken und nicht einen -3rd Person ÜBER die Schulter guck- Action Shooter. Die können mich das nächste Mal. Teil 6 muss zurück zu den Wurzeln oder die sehen keinen einzigen Cent mehr von mir.

Im Internet hat sich auch nicht viel getan in den letzten Jahren. Blogs, News- und Trailerseiten sind wie vor 5 Jahren gleich vertreten. Angefangen bei den Newsseiten, die mir immer unsympathischer werden. Vollgestopft mit Werbung das ich beim Aufruf schon Kotzen könnte vor lauter “BLINK-BLINK”, weiß ich überhaupt nicht wo ich mich drauf konzentrieren soll. Kaum einen Artikel ausgewählt, kommt auch schon so eine nette Flash-Werbeunterbrechung, die sich über den ganzen Webbrowser legt. Das nervt einfach und ich werde das Gefühl nicht los, dass alles nur noch Hip-Hop ist. Glänzen und blinken muss es, egal wie gut oder schlecht der Hintergrund ist. Ach, vielleicht…, ja wirklich vielleicht würde ich sogar Geld im Monat bezahlen, wenn ich eine Spielenewsseite ohne den ganzen Rotz finden würde. Übersichtlich, ohne Werbung und eine gute Handvoll engangierte Leute im Hintergrund. Aber das ist Zukunftsmusik und diese Platte will ich hier noch nicht auflegen. Es gibt zum Glück noch Alternativen (gamefront, joystiq…) da draussen die mich gut informieren ohne das ich mich beim bloßen Aufruf der Seite gequält fühle.

Anders als bei den Newsseiten gibt es fast ausschließlich nur eine Anlaufstelle, wenn es um Trailer geht: Gametrailers. Da gehts mir noch gut: Aufrufen, auswählen, gucken, Maul halten und schließen. Wenn dann in einem Video tatsächlich für 10 Sek. eine Werbeeinblendung erscheint, empfinde ich das um ein vielfaches angenehmer als diese Drecksflashteilchen der Newswebseiten. Gut, was könnte sich an Gametrailers verschlechtert bzw. verbessert haben in den letzten Jahren? Ich denke so wie es z.Zt. ist, passt das doch ganz gut. Ein Video bleibt nun mal ein Video. Hmm, wirklich? Was ist eigentl. mit Rawiioli? Die drehen immer noch Videos von sich selbst und zocken gemeinsam vor der Kamera. Das ist wirklich eine schöne Sache, aber lange nicht mehr so gut wie zu ihren Anfangszeiten. Ganz ehrlich: Ich schau mir kein Video mehr von denen an. Mich langweilt das einfach nur. Immer wieder dieses “AWESOME” – ach komm, spiel einfach das Spiel und sag ein paar Sätze dazu, geht mir da zu oft durch den Kopf. Das unnötige Gelaber kann ich dabei nicht mehr hören.

Kommen wir zu den Blogs, meines eingeschlossen: Da hat jemand Pause gedrückt und ein paar davon haben sich nicht erholt. Die wo sich davon nicht erholt haben, brauche ich nicht aufzählen, da diese schon zu oft genannt wurden. Für alle Anderen gilt: Same procedure as every year. Die Bloggerszene hat sich kein bisschen verändert. Das Medium Blog stagniert. Der eine wird jetzt denken, “Ja ist doch gut so”, der Nächste, “Was für ein dummes Geschwätz” und der Letzte, “Boah, was soll sich da auch groß ändern?”. Mir gehts hier auch “nur” um die Gameblogs und nicht um andere. Ich sehe Tag für Tag neue Artikel in diversen Blogs, die über diverse Spiele ihre Eindrücke kundtun. Das ist sicherlich eine feine Sache und ich bin auch froh das es so etwas gibt, aber mein Interesse an den ganzen Blogs schwindet immer mehr. Richtig nervt mich, dass ich ein Dutzend Mal den gleichen Kram lese. “Uuhhh, Mario is back in his new adventure”. “Yeah, Mario ist wieder da. I freu mich auf den Titel” . “Mario beginnt ein neues Abenteuer und ich bin dabei” . Ist ja schön und gut, dass Mario wieder da ist, aber mal ganz ehrlich: Wen interessiert das eigentlich, ob 5 von 10 Bloggern das gut finden, sich den Teil zulegen oder ihr Wohnzimmer mit Mushrooms verzieren? Wobei letzteres doch wieder was besonderes wäre ;) .
Fakt ist, auch hier habe ich sehr ausgedünnt. Von 20 Blogs sind vielleicht 8 übrig geblieben, die ich immer noch gerne lese, wenn auch nicht mehr so intensiv. Ich selbst schreibe auch nicht mehr so viel. Ich bin eh nicht der große Schreiber, was auch den Namensursrpung dieses Blogs prägt, aber warum soll ich Stunden (übertrieben gesprochen) in einen Artikel stecken, den ein paar Leute lesen werden und noch ein geringerer Teil diesen kommentiert, also das wichtige Feedback gibt, wenn ich in der gleichen Zeit mein Hobby ausüben kann? Die Faszination BLOG hat in meinen Augen ausgesorgt. Blogs sind alltäglich geworden und stellen nichts besonderes mehr da. Unerfahrene Leute, wie auch ich, schreiben über irgendwelchen Kram. In diesem Fall über Videospiele. Aber interessiert das auch ein Schwanz?

Irgendwie erscheint mir die ganze Videospiellandschaft immer mehr wie diverse Radiosender. Es wird immer das Gleiche gespielt, Tag für Tag, obwohl die Auswahl riesig ist. Was ist die Lösung? Radio aus, gezielt das anhören was einem wirklich gefällt und nicht den Einheitsbrei. Alle spielen den letzten Überflieger Titel, weil alle das Spiel so toll finden und davon angefixt sind – na und? Wenn das Spiel keine Seele hat, dann zukünftig ohne mich und wenn es noch so toll zu sein scheint.
Desweiteren habe ich diese Killerspiel Debatte sowas von satt. Von mir aus verbietet die Teile, aber geht mir nicht jede Woche mit dieser Dreckdiskussion auf den Sack. Jugendschutz? Klar! Bevormundung? Ihr habt sie nicht mehr alle. Aber macht ruhig, dann geb ich halt für die wenigen interessanten Spiele kein Geld aus, aber besitze sie trotzdem. Einmal Arschloch sein, bevor man zu einem gemacht wird.

Neue Ideen braucht das Land! Ist z.B. ein GamersGlobal der Höhepunkt des Ideenreichtums? Leser die zu Schreiber werden? Der Ansatz und die Idee ist sicherlich nicht verkehrt, aber wenn ich jetzt Wochen nach der Beta Phase auf GamersGlobal hinüberblicke, frage ich mich was da noch besonderes übrig geblieben ist!? Etwas provakativ ausgedrückt: Eine stinknormale Newsseite mit Reviews. Wie viele andere Websites da draußen auch.
Wo bleibt der wirkliche Turbo? Facebook hat es vorgemacht, was im Web in Hinblick auf ein soziales Netzwerk möglich ist. Last.fm verbindet Musikliebhaber. Doch wo bleibt das ÜBER Portal für Gamer? Ein Netzwerk das zu jeder Zeit abrufbar ist und voller Informationen steckt. Ein offenes Netzwerk das alle Hardware vereint. Ein Netzwerk das zu jeder Zeit Auskunft gibt, welcher Spieler, unabhängig von der Plattform, welchen Titel gerade zockt. Gespickt mit allen möglichen Zusatzinformationen, wie z.B. in welchem Level er sich gerade befindet. Kombiniert wird das Ganze mit einer Art Twitter, in dem der Spieler Kommentare abliefern kann. Vorstellbare Kommentare gingen in die Richtung wie bockschwer der letzte Endgegner war oder warum man schon seit 3 Stunden einen bestimmten Schatz sucht und diesen nicht findet.
Videospiele hängen dem sozialen Netzwerk Triumph Zug des aktuellen (2.0?) Internets etwas hinterher. Es wird immer noch teilweise dezentral in heterogenen Systemen gespielt und meist manuell im Internet die Gedanken dazu abgeladen. Das ist etwas zur Zeit, wo ich einfach sagen muss: Das “drumherum” der Videospiele ist nicht zeitgemäß.

Gibt es überhaupt da draußen im Videospielebereich einen Minimalismus? Eine Webseite zum Beispiel, welche einfach nur auf einfache Art und Weise die neuesten Screenshots und Trailer präsentiert. Vielleicht in Blogform, vielleicht aber auch auf einer ganz normalen Website. Ganz ohne Gelaber. Ohne lange Texte. Einfach so wie es ist präsentiert. Vielleicht liegt hier der Schlüssel zum Erfolg, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es all den Casual Gamern da draußen so um detaillierte News geht. Möglicherweise gibt es auch schon so eine Website. Ich kenne sie nicht.
Ein anderes Konzept, welches ich im deutschsprachigen Raum vermisse, sind Hintergrundinfos und Interviews. “Besuch bei Publisher XYZ, Interview mit Entwickler ABC”. Eine Website die sich nur mit solchen Dingen beschäftigt.
Und wenn ich gerade schon “on-fire” bin, wo bitte ist der Comedy Anteil bei Videospielen? Es gibt ein paar lustige Vertreter da draußen, aber gibt es wirklich Videospiel Comedy? Ist so etwas überhaupt umsetzbar?

Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt wie das die nächsten Jahre weitergeht, aber ganz ehrlich, ich bin zur Zeit angepisst. Meinen 360iger Controller habe ich schon ne ganze Weile nicht mehr angefasst. Könnte auch die oft diskutierte “Phase” sein, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass mein Interesse einen Schwung erhält, wenn mein Hobby die nächsten Jahre weiterhin so gegen die Wand gefahren wird. Den ganzen wiederkehrenden Rotz da draußen könnt ihr euch auch ohne mich reinziehen. Genau so wie ihr auf mich als Leser verzichten könnt. Irgendwie, irgendwo, irgendwann wird es jemanden bestimmt ähnlich gehen wie mir und ich hoffe derjenige findet eine Lösung für dieses Elend.

Quelle: flickr.com/photos/a_mason