Talk to the hand!
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Lieber Christian,

da du mit der Steuerung des echten Mirror’s Edge nicht zurecht kommst, möchte ich dir hiermit eine Alternative vorstellen: Das Mirror’s Edge 2D Flash Game. Da rollt sich Faith sogar automatisch ab, wenn du von einem hohen Sprung auf dem Boden landest. Bevor du dich noch mehr blamierst und erbärmlich zu Grunde gehst, sollte dir dieser 2D Ausflug eine Reise wert sein.

Gruß,

dein Blogkollege, der übrigens nicht an deinen Fähigkeiten zweifelt,
MasteRehm

via Joystiq
Bildquelle: bornegames.com

Unsere Kollegen aus Amerika haben bei Serien immer einen entscheidenden Vorteil: Sie sind die Ersten. Wir müssen immer warten, bis die Rechte von den Privatsendern gekauft und das Ganze auch noch schön vertont wurde. Dabei sollte doch auch der Rest der Welt, welcher der englischen Sprache mächtig ist, in den Genuss der aktuellen Folgen kommen.

Leider ist die Antwort meist eine illegale: Filesharing. Via Bittorrent und Co. sind die aktuellen Folgen der Lieblingsserie schon ein Tag nach Ausstrahlung auf dem eigenen PC. Wer sich also auf legalem Boden bewegen möchte, hat in Europa ziemlich schlechte Karten. Eine Möglichkeit wäre z.B., dass ein Freund der sich in den USA aufhält, die Sendung aufzeichnet und einem diese zur Verfügung stellt. Doch wer macht das schon?

Hulu, eine Video-On-Demand- bzw. Streaming-Plattform, ist die Lösung. Serien, wie z.B. Heroes oder Prison Break, aber auch Filme, werden nach ihrer Ausstrahlung im USA TV auf hulu zur Verfügung gestellt. Ermöglicht wird das aus dem breiten Angebot von über 100 Providern, wie FOX, NBC, Universal usw. Die ganzen Videos kommen im Flash Format daher, wie auch bei YouTube und ähnlichen Vertretern. Seit ungefähr Anfang des Jahres wurde von Adobe der H.264 Codec in den Flash Player integriert. Dieser ermöglicht HD Inhalte bei Flash Videos. Gerade hulu profitiert davon, da die Videos auf dem kompletten Bildschirm immer noch verdammt gut aussehen, was bei der einfachen SD Auflösung nicht unbedingt der Fall ist.

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Der typische Haken an der Sache greift natürlich auch hier. Hulu ist nur für Bewohner der USA. Alle anderen bekommen den obigen Text angezeigt. Hulu erkennt die “non-USA IP Adresse” und weigert sich das Video anzuzeigen. Doch das Internet wäre nicht das Internet, wenn es dafür keine Lösung parat hätte.

Ein bekannter und langjähriger Trick, ist die Benutzung eines USA-Proxy Servers. Die IP Adresse wird “amerikanisiert” und somit glaubt hulu das man aus der USA heraus die Plattform benutzen möchte. Kostenlose USA-Proxys verringern aber dermaßen die Bandbreite, dass hulu nicht genutzt werden kann.
Die momentan beste Lösung bietet das Freeware Programm Hotspot Shield. Es baut zwischen dem eigenen PC und einem AnchorFree (Entwickler von Hotspot Shield) Server in den USA ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) auf. Somit erhält der eigene PC eine amerikanische IP Adresse und kann ohne Probleme das Programm von hulu abrufen. Hotspot Shield bringt in Verbindung mit hulu aber auch zwei Nachteile mit:
Zum einen ist der VPN-Tunnel zwar verschlüsselt, aber die Anfragen des eigenen PCs laufen über die Server von AnchorFree. Dies bedeutet, dass man entweder dem Unternehmen ein großes Vertrauen entgegen bringt oder sich vollständig auf hulu konzentriert. Ist man gewollt letzteres durchzuziehen, relativiert sich der Nachteil.
Zum anderen wird auch hier die Bandbreite beschränkt. Sie liegt ungefähr auf DSL 1000 Niveau. Alle Videos können ohne Probleme und nur mit gelegentlichen Rucklern angeschaut werden. Möchte man allerdings die bessere HD Qualität genießen, reichen die 1.000 kbits/s nicht aus. Da Hulu nicht das komplette Video lädt, wie z.B. YouTube, reicht der Puffer mit dieser niedrigen Bandbreite nicht aus und das Video gerät spätestens nach 2 Minuten ins stocken.

Nach dem Motto “besser als nix” bietet die Hotspot Lösung immer noch den besten Ansatz. Zwar ist es irgendwo schade, dass man nicht seine Lieblingsserie in HD anschauen kann, doch für den kurzen Seriengenuss zwischendurch, reicht die SD Auflösung allemal. Und nicht zu vergessen: Es ist legal.

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Nachfolgend ein kleines Tutorial über die Installation von Hotspot Shield unter Windows.

Hotspot Shield kann hier heruntergeladen werden. Während der Installation wird abgefragt, ob man diverse Programme, wie z.B. die Yahoo Toolbar, installieren möchte. Ich würde davon abraten, auch wenn AnchorFree sein kostenloses Dasein damit begründet. Das Programm installiert grundsätzlich eine virtuelle Netzwerkkarte bzw. einen sogenannten TAS VPN Adapter. Angezeigt bekommt man diesen im Geräte-Manager unter Netzwerkadapter (Ansicht – ausgeblendete Geräte anzeigen).  Außerdem wird ein Dienst mit dem Namen Hotspot Shield Service (bzw. HotspotShieldService) eingerichtet. Der Starttyp wird auf automatisch festgelegt. Sollte das stören, kann man diesen auf Manuell setzen oder gar deaktivieren. Es darf bei Gebrauch von Hotspot Shield nur nicht vergessen werden, diesen dann zuvor wieder zu starten bzw. zu aktivieren (Tipp: START – Ausführen – services.msc eingeben und OK anklicken; alle Dienste von Windows im Überblick). Wird Hotspot Shield nicht mehr benötigt, kann das Programm ganz einfach über Systemsteuerung – Software deinstalliert werden. Der TAS VPN Adapter wird dabei ebenfalls entfernt.

Ist Hotspot Shield installiert, erscheint unten rechts im Tasktray ein Symbol das wie ein Schild aussieht. Wenn man auf dieses Symbol mit der rechten Maustaste klickt, kann man eine VPN Verbindung herstellen (Connect) oder trennen (Disconnect). Die Konfiguration wie auch das Aufzeigen der Verbindung passiert über den Webbrowser (IE, Firefox o.ä.). Dieser wird automatisch von Hotspot Shield geöffnet (Standardbrowser). Je nach Verbindungszustand färbt sich das Symbol anders ein: Rot = nicht verbunden; Gelb = Verbindung wird aufgebaut; Grün = verbunden. Ansonsten bedarf das Programm keiner weiteren Konfiguration.

Sofern die Verbindung erfolgreich hergestellt werden konnte, ist hulu.com das nächste Ziele für den “Seriengenuss”. Ab sofort erscheint keine Meldung mehr, dass hulu nur für Bewohner der USA zugänglich ist. Grundsätzlich ist das ganze Vorgehen nicht nur für hulu nützlich, sondern auch für viele weitere Online Plattformen, die nur aus den USA zugänglich sind (z.B. NBC’s Video Rewind unter nbc.com). Während der “Hotspot Shield Sitzung” ist empfehlenswert, dass alle Programme mit einer aktiven Internetverbindung zuvor geschlossen werden. Das schont zum einen die Bandbreite und zum anderen fließen keine evtl. vertrauliche Daten über die AnchorFree Server.
Hat man seine Videos der Wahl angeschaut, trennt man am Besten wieder die VPN Verbindung. Doch wie kann man sich sicher sein, ob man nicht doch weiterhin über die VPN Verbindung surft? Eine einfache Überprüfung mit Hilfe von Traceroute macht dies möglich:

START -> Ausführen -> cmd eingeben und OK klicken

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C:\>tracert www.hulu.com

Routenverfolgung zu a1700.g.akamai.net [62.156.238.19]  über maximal 30 Abschnitte:

1     7 ms     2 ms     2 ms  p*[gekürzt].dip.t-dialin.net [91.*[gekürzt]]
2    … [gekürzt]

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C:\>tracert www.hulu.com

Routenverfolgung zu a1700.g.akamai.net [80.67.66.57]  über maximal 30 Abschnitte:

1   210 ms   206 ms   206 ms  10.8.160.1
2   … [gekürzt]

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Bei der ersten Routenverfolgung erkennt man schon beim 1. Abschnitt, dass die Anfrage über einen T-Com (t-dialin) Router läuft. Ist man Kunde von Arcor, 1&1 usw. ist der entsprechende Eintrag natürlich ein anderer, aber er beginnt nicht mit der IP Adresse 10.8.*, was ein Indiz dafür ist, dass man noch den VPN Tunnel benutzt.

So viel zu hulu und Hotspot Shield. Ich hoffe geholfen zu haben und wünsche viel Spaß beim Angucken der wirklich außerordentlich aktuellen und guten Auswahl auf hulu.com.

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Bonuslevel: Automatisierung mit Hilfe eines Powershell Skripts

Um das Obige noch etwas aufzupeppen und unter dem Strich zu automatisieren, habe ich ein Powershell Skript für den Verbindungsaufbau und -abbau geschrieben. Die Windows Powershell ist ein “mächtiges” Kommandozeilenprogramm und eine Alternative zur normalen Windows Kommandozeile (cmd.exe) bzw. zum Windows Script Host. Details gibt es bei Wikipedia. Herunterladen kann man die Powershell hier (egal ob 1.0 oder 2.0 CTP). Außerdem muss nach der Installation der Powershell, diese noch für das Ausführen von Skripten “freigeschaltet” werden. Hierzu gibt es einen Technet Eintrag bei Microsoft. Zu Empfehlen ist RemoteSigned. Die Skripte selbst sind Textdateien mit der Endung ps1. Das von mir erstellte Skript heißt hulu.ps1 und sieht folgendermaßen aus (# = Kommentar):

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# Name: hulu
# Erstellt am: 04.11.2008
# Letzte Änderung: -

# Eine Wenn-Dann Funktion die überprüft, ob der Hotspot Dienst gestartet ist. Wenn nicht, dann wird dieser gestartet und anschließend das Programm aufgerufen
if (get-service -name hotspotshieldservice | where-object {$_.status -eq “stopped”}) {
start-service HotspotShieldService
& “C:\Programme\Hotspot Shield\bin\openvpntray.exe”
# Skript Pause von 20 Sekunden bevor der tracert Befehl abgesetzt wird
start-sleep -s 20
tracert -h 1 www.hulu.com
# Bestimmt die Pause bis das Fenster der Anzeige geschlossen wird
start-sleep -s 5

# Hier greift wieder die Wenn-Dann Funktion. Ist der Hotspot Dienst gestartet, geht es ab dem Befehl else weiter.
} else {
# Der Dienst wird beendet und impliziert das Schließen des Programms
stop-service -force HotspotShieldService
start-sleep -s 5
tracert -h 1 www.hulu.com
start-sleep -s 5
}

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Es ist also 2x das Skript auszuführen (vor und nach dem Besuch von hulu). Da sich das Browserfenster in den Vordergrund drängt, sofern der VPN Tunnel aufgebaut wird, sollte man das Skript Fenster durch anklicken in der Taskleiste wieder zurückholen. Wenn man dies nicht macht, sieht man auch nicht was der traceroute Befehl ausgibt.
Powershell Skripte können via Doppelklick nicht einfach so ausgeführt werden. Dies ist z.B. mit Batch Skripten ohne Probleme möglich. Da es aber umständlich ist immer die Powershell zu öffnen und dann manuell das Skript zum Ausführen zu bewegen, gibt es natürlich auch hier eine Lösung:

Zur powershell.exe legt man eine Verknüpfung an und bearbeitet diese anschließend. In der Zeile Ziel muss am Ende der Pfad zum Skript hinzugefügt werden. Also:
C:\WINDOWS\system32\WindowsPowerShell\v1.0\powershell.exe “C:\temp\powershell\hulu.ps1″
Ab diesem Zeitpunkt wird beim Anklicken auf die Verknüpfung nicht nur die Powershell geöffnet, sondern auch das passende Skript.

So viel zum Bonuslevel. Fragen einfach via Kommentar stellen. Ich bin gerne behilflich so weit mein Wissen ausreicht ;) .

Bildquellen: hulu.com